FINANZWISSEN

Finanz- und Versicherungs-Lexikon

Die Welt der Finanzen und Versicherungen ist umfassend und bei weitem nicht immer auf Anhieb verständlich. Von "Agio" bis "Zinseszins-Effekt", auf dieser Seite übersetzen wir Ihnen unbekanntes Fachlatein und geben Ihnen viele nützliche Informationen rund um das Thema Finanzen.


A

Alternative Investmentfonds (AIF)

Alternative Investmentfonds, kurz AIF, werden alle als geschlossene Fonds eingestuft und lösen diesen Begriff seit 2013 ab. Die AIF zählen jedoch auch zu den investmentrechtlich regulierten offenen Investmentfonds, welche nicht als Organismen für gemeinsame Anlagen und Wertpapiere, kurz OGAW, gelten. Hierzu werden insbesondere offene Spezialfonds und offene Immobilienfonds gezählt. 


Abbuchungsauftrag

Bei einem Abbuchungsauftrag handelt es sich um ein Lastschriftmandat, wobei der Zahlungspflichtige seine Bank schriftlich dazu beauftragt, dass der Zahlungsempfänger berechtigt ist Geld vom Girokonto des Zahlungspflichtigen abzubuchen. 


Abgeltungssteuer

Der Kapitalertragssteuerabzug, welcher bei Erträgen aus privaten Kapitalanlagen anfällt und 25 Prozent beträgt, erfolgt durch die inländische Bank und hat bei den Privatanlegern i. d. R. eine abgeltende Wirkung.


Abrufphase

Es existieren Tarife im Rahmen einer Lebensversicherung, bei welchen während der Endphase der Vertragslaufzeit die sogenannte Abrufphase beginnt. Bei einer Kapitallebensversicherung kann beispielsweise ein variabler Zeitraum von fünf oder zehn Jahren Abrufphase enthalten sein. In dieser Phase kann die Versicherung jährlich gekündigt und ausgezahlt werden oder auch über das vorher abgestimmte Ende der Versicherung hinaus bestehen bleiben.


Abrufrente

Eine Abrufrente ist eine vorzeitig in Anspruch genommene Rente. Anders ausgedrückt handelt es sich dabei also um eine private Rentenversicherung, welche vor dem eigentlichen vertraglich vereinbarten Rentenbeginn ausgezahlt wird. Daraus folgt jedoch eine niedrigere Rente, da zum einen weniger Beiträge als geplant eingezahlt wurden und zum anderen die Rente länger ausgezahlt wird. 


Abtretung

Bei einer Abtretung handelt es sich um die Übertragung einer Forderung oder eines Rechts von einem auf einen anderen Gläubiger. Diese Übertragung ist vertraglich geregelt und die Rechte oder Ansprüche aus der Versicherung können ganz oder teilweise übertragen werden. Beispielhaft ist die Abtretung von Versicherungsansprüchen des Versicherungsnehmers an die Bank zur Absicherung eines Kredites zu nennen. 


Abzugsfranchise

Abzugsfranchise ist eine Selbstbeteiligung. Diese wird von Personen getragen, welche Beiträge sparen wollen und daher ein Teilrisiko selber tragen.


Agio

Agio hat mehrere Bedeutungen. Die meist gebrauchte Bedeutung ist, dass der Ausgabekurs bei einer Neuausgabe über dem Nennwert des Wertpapieres liegt und daher ein Aufschlag anfällt.

Zahlt ein Anleger bei dem Kauf eines Fonds ein Aufgeld wird auch hier der Begriff Agio genutzt.


Aktie

Bei einer Aktie handelt es sich um einen verbrieften Anteil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft (AG). Der verbriefte Anteil stellt eine Urkunde dar, welche dann als Wertpapier gehandelt werden kann. Der Besitzer der Aktie hat bestimmte Rechte, beispielsweise eine Beteiligung an der ausgeschütteten Dividende des Unternehmens oder ein Stimmrecht bei der Hauptversammlung.


Aktienfonds

Ein Aktienfonds ist ein Investmentfonds, welcher ausschließlich oder zumindest überwiegend in Aktien investiert.


Aktiengesellschaft (AG)

Eine AG ist eine Kapitalgesellschaft, welche Aktionäre durch den Kauf einer Aktie am Eigenkapital des Unternehmens beteiligt. Die Aktionäre haften für Verbindlichkeiten der AG bis zu der Höhe ihrer Beteiligung. Aktionäre haben das Recht auf Unternehmensgeschehnisse Einfluss nehmen zu können. 


Aktienkurs

Bei dem Aktienkurs handelt es sich um den Preis der Aktie, welcher sich nach Angebot und Nachfrage richtet und somit schwanken kann. Diverse Faktoren beeinflussen das Angebot und Nachfrage Verhältnis, dies können branchenspezifische Faktoren, Potentiale des Unternehmens oder die gesamtwirtschaftliche Situation sein. 


Altersrückstellung

Es existieren spezielle Rückstellungen, welche das erhöhte Krankheitsrisiko und somit auch das Risiko höherer Krankheitskosten- und Krankentagegeldversicherung im steigenden Alter berücksichtigen.


Altersvorsorge

Die Altersvorsorge umfasst sämtliche Sparmaßnahmen, welche nötig sind, um im Alter ein ausreichendes Vermögen vorweisen zu können. Es existieren sowohl gesetzliche als auch private Maßnahmen, welche individuell auf die Bedürfnisse des Anlegers abgestimmt werden können.


Anamnese

Anamnese ist ein medizinischer Begriff, welcher in der Personenversicherung verwendet wird. Im Mittelpunkt steht hier die gesundheitliche Vorgeschichte unter besonderer Berücksichtigung aller Vorerkrankungen eines Patienten. 


Anleihen

Bei Anleihen handelt es sich um ein Wertpapier, welches der längerfristigen Kreditfinanzierung dient.


Anteilschein

Bei einem Anteilschein handelt es sich um ein Wertpapier, welches die Ansprüche des Teilhabers gegenüber der Kapitalgesellschaft verbrieft. 


Assekuranz

Assekuranz ist ein anderer Begriff für die Versicherungswirtschaft.


Außenversicherung

Die Außenversicherung ist ein Teil der Hausratsversicherung. Es handelt sich dabei um den Schutz versicherte Gegenstände, welche sich außerhalb der versicherten Wohnung befinden. Sachen sind nur außenversichert, wenn sie sich ausschließlich vorrübergehend, also nicht länger als drei Monate, außerhalb der versicherten Wohnung befinden. 


Aufhebung

Die Aufhebung beendet den Versicherungsvertrag. Dies benötigt die Bestätigung des Ablaufs der Police des Versicherers, welcher den Vertrag zudem abrechnet. 


Aufschubzeit

Die Aufschubzeit bezeichnet die Sparphase vom Abschluss einer Leibrentenversicherung bis zum Zeitpunkt des Rentenbezugs. 


Ausbildungsversicherung

Bei der Ausbildungsversicherung handelt es sich um eine Absicherung der Kosten für die Berufsausbildung der Kinder. Somit ist der Beitragszahler meistens ein Elternteil. Sollte der Beitragszahler vor Vertragsende sterben, so läuft der Vertrag beitragsfrei weiter und wird trotzdem erst zum vereinbarten Termin ausgezahlt. 


Ausgabeaufschlag

Bei dem Ausgabeaufschlag handelt es sich um die Differenz zwischen dem Ausgabepreis und dem Anteilwert, welcher der Anleger beim Kauf von Investmentanteilen zu bezahlen hat. Die Höhe des Betrags hängt unter anderem von der Art des Fonds und dessen Anlageschwerpunkt ab. Der Ausgabeaufschlag wird normalerweise in Prozent angegeben, auf Basis des Rücknahmepreises oder des Anlagebetrags berechnet und dient hauptsächlich zur Abdeckung der Vertriebskosten der Kapitalgesellschaften.


Auslandsreise-Krankversicherung

Die Auslandsreise-Krankversicherung ist insbesondere in Ländern essentiell, mit welchen die Bundesrepublik kein Sozialabkommen abgeschlossen hat, da sonst kein Versicherungsschutz besteht. Die Auslandsreise-Krankversicherung ergänzt also gegebenfalls die Leistungen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen.


Ausschlüsse

Ausschlüsse bedeuten Einschränkungen im Rahmen des Versicherungsschutzes. 


Ausschüttung

Aktiengesellschaften lassen Anleger in der Regel an den erwirtschafteten Erträgen teilhaben und schütten diese (teilweise) aus. 


B

Baisse

Bei einer Baisse handelt es sich um einen starken Kursrückgang an der Börse, welcher über einen mittleren oder längeren Zeitraum stattfindet. 


Bankenaufsicht

Die Bankenaufsicht (BA) dient der Überwachung der Geschäftigkeit von Kreditinstituten durch öffentliche Institutionen. In Deutschland sind dies die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank.


Bankensystem

Das Bankensystem besteht aus Geschäftsbanken und der Zentralbank in einem Währungssystem. Das System der Geschäftsbanken gliedert sich in Deutschland wiederum in drei Bankenarten – Genossenschaftsbanken, öffentlich-rechtliche Sparkassen und Privatbanken. 


Bank Identifier Code

Der Bank Identifier Code, kurz BIC, ist anders ausgedrückt eine internationale Bankleitzahl. Mit diesem Code können Banken weltweit Personen eindeutig identifizieren. 


Bargeldloser Zahlungsverkehr

Es existieren zwei Arten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, zum einen dem Überweisungsverkehr und zum anderen dem Einziehungs- oder Inkassoverkehr. Des Weiteren kann in den beleghaften und den nicht beleghaften Zahlungsverkehr unterschieden werden. Bei ersterem handelt es sich beispielsweise um einen Überweisungsbeleg, wohingegen letzteres beim Online-Banking der Fall ist.


Barreserve

Ein Teil des Fondvermögens besteht normalerweise aus Bankguthaben oder Geldmarktpapieren, damit es dem Fondmanagement möglich ist flexibel auf Anlagechancen zu reagieren und zudem Anteilrückgaben jederzeit bedienbar sind. 


Baukostenindex

Der Baukostenindex wird von dem Statistischen Bundesamt errechnet und ist die Basis für die Ermittlung der Baupreisveränderung gegenüber dem Basisjahr.

Der Baukostenindex wird zudem von Sachversicherern auf Grund von Schadenregulierungen errechnet und dient zur Festsetzung der Prämienrichtzahl.


Bausparen

Das Bausparen ist eine Alternative zur Finanzierung von Immobilien, wobei der Bausparer in einer vertraglich geregelten Zeit einen festen Betrag anspart. Der übrige Teil des benötigten Kapitals, welches zum Bau einer Immobilie nötig ist, wird dann durch ein Bauspardarlehen gedeckt. 


Bausparkassen

Bei Bausparkassen handelt es sich um Spezialbanken, welche Kunden bei der Finanzierung von Bauvorhaben unterstützen.


Beamtenrabatt

Auf Grund der nachweislich geringen Schadenhäufigkeit bei Angehörigen des öffentlichen Dienstes erhalten diese in Kfz-Versicherungen und einigen Sachversicherungssparten ermäßigte Tarife. 


Behindertenrabatt

Bei dem Nachweis einer Behinderung erhalten Personen Nachlässe zwischen fünf und 25 Prozent in der Kfz-Haftpflicht. 


Beitragsfreie Versicherung

Es ist möglich, dass der Versicherungsnehmer von der Beitragszahlungspflicht im Rahmen einer gemischten Lebensversicherung befreit wird, statt den Vertrag vollständig zu kündigen. Der Versicherer bleibt jedoch in verminderter Form leistungspflichtig. Der erreichte Rückkaufswert dient nach den Abzügen als neues Deckungskapital. 


Beitragsrückerstattung

Es sind in Versicherungsbeiträgen grundsätzlich relativ hohe Sicherheitsreserven für einen nicht zu erwartenden negativen Schadensverlauf einkalkuliert worden, welche normalerweise nicht komplett aufgebraucht werden. In den Bereichen Lebens- und Krankversicherungen sind die Kunden an den Überschüssen zu beteiligen, dies variiert in anderen Sparten von Versicherungen.


Beleihungswert

Der Beleihungswert stellt die Obergrenze dar, welche ein Kreditgeber für eine Kreditsicherheit ermittelt, welche beliehen werden soll. 


Berufsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt Personen, welche vollständig oder teilweise berufsunfähig sind, für die Dauer des Vertrags. Als vollständig berufsunfähig gilt eine Person, wenn sie auf Grund von Krankheit oder Körperverletzung voraussichtlich andauernd außer Stande ist den Beruf gemäß der Ausbildung und Erfahrung auszuüben. Teilweise berufsunfähig sind Personen, welche ebenfalls auf Dauer, jedoch in einem bestimmten Maß eingeschränkt sind. 


Betriebliche Altersversorgung

Es existieren diverse Formen der betrieblichen Altersversorgung. Dazu zählen die Versorgungszusage des Arbeitgebers, die Direktversicherung, die Pensionskasse, die Pensionszusage, die Unterstützungskasse und die Insolvenzversicherung.


Betriebskrankenkasse

Eine Betriebskrankenkasse kann gegründet werden, wenn ein Betrieb mehr als 450 festangestellt, versicherungspflichtige Personen beschäftigt, welche der Gründung mehrheitlich zustimmen. 


Bilanz

Die Bilanz stellt die Vermögensgegenstände, das Eigen- und Fremdkapital eines Unternehmens gegenüber. Wobei eine Seite der Bilanz in Kontenform Auskunft über die Herkunft gibt, dabei handelt es sich um die Passivseite, und die andere Seite Auskunft über die Verwendung des Kapitals gibt, dabei handelt es sich um die Aktivseite. 


Bindefrist

Der Antragsteller ist während der Bindefrist an den gestellten Versicherungsantrag gebunden, welcher gesetzlich geregelt ist. So beträgt diese im Rahmen einer Sachversicherung zwei Wochen, in der Haftpflicht,  der Unfall- und der Kraftfahrtversicherung vier Wochen und in der Lebens- und der Krankenversicherung sechs Wochen. Jedoch ist die vertraglich geregelte Frist maßgeblich. 


Börse

Bei der Börse handelt es sich um einen organisierten Markt, welcher das Handeln bestimmter Güter ermöglicht. Genadelt werden unter anderem Wertpapiere, wie Aktien oder Anleihen, Edelmetalle, Waren und Rohstoffe. Diese Vermögenswerte werden in der Regel nach Zahl, Maß oder Gewicht bestimmt. 


Börsenpreis

Der Börsenpreis, auch als Börsenkurs bezeichnet, ist der Preis für ein an der Börse gehandeltes Gut. Der jeweilige Preis wird durch Angebot und Nachfrage festgelegt


Bonität

Bei der Bonität handelt es sich um die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners. 


Branchenfonds

Branchenfonds werden auch als Spezialitätenfonds bezeichnet, wobei es sich um Investmentfonds handelt, welche ausschließlich in Aktien bestimmter Sektoren oder Wirtschaftssektoren anlegen. 


Briefkurs

Der Briefkurs bezeichnet den Preis, zu welchem ein Verkäufer seine Wertpapiere verkaufen würde. 


Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, spiegelt den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen wider. Die Vorleistungen, also beispielsweise Einzelteile, fließen jedoch nicht in das BIP ein, sondern nur das fertige Endprodukt. 


Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

Die BaFin dient dazu die Integrität, Funktionsfähigkeit und Stabilität des deutschen Finanzsystems sicherzustellen. Dies geschieht durch die Aufsicht von Instituten, Versicherungen und dem Wertpapierhandel.


Bürgschaft

Durch einen Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich ein Dritter, der Bürge, gegenüber dem Gläubiger, der Person, für welche gebürgt wird, für die Erfüllung der im Bürgschaftsvertrag festgehaltenen Verbindlichkeit. 


C

Chart

Ein Chart ist eine grafische Darstellung zum Beispiel von Kursen und Zinsen in einem bestimmten Zeitraum.


Check-Up 35

Allen gesetzlich Versicherten steht eine ärztliche Grunduntersuchung zu, welche der Früherkennung der am häufig auftretenden Krankheiten dient. 


Courtage

Bei der Courtage handelt es sich um Gebühr des Maklers für die Vermittlung eines Geschäftes.


D

Dachfonds

Dachfonds legen ihre Gelder in Unterfonds, also in Anteilscheine von anderen Fonds, an. 


Dauerauftrag

Bei einem Dauerauftrag handelt es sich um ein Instrument des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Es werden Zahlungen in einem regelmäßigen Abstand an einen Empfänger in identischer Höhe und zu einem festen Termin überwiesen.


Deckungskapital

Bei dem Deckungskapital des Lebensversicherungsvertrags handelt es sich um die nicht für die Risikoübernahme und Kosten verbrauchten Beitragsteile, welche verzinslich angesammelt werden. Wird der Vertrag vorzeitig gekündigt, wird der Rückkaufswert ausgezahlt. Dieser setzt sich aus dem Deckungskapital und den Überschussanteilen zusammen, welche um einen geringen Stornoabschlag gemindert wurden. 


Deckungssumme

Die Deckungssumme ist der Betrag, welcher bei einem Schaden von der Haftpflichtversicherung übernommen wird. 


Deflation

Bei einer Deflation nimmt die Geldmenge bei gleichzeitig geringer werdender Nachfrage stark ab, wodurch es meistens zu einem Preisverfall und einem Rückgang des Investitionsvolumens kommt. 


Deutsche Bundesbank

Die Deutsche Bundebank ist die Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist ein Teil des Europäischen Systems der Zentralbanken und des Eurosystems. Die Deutsche Bundebank dient der Sicherung der Preisstabilität, sowie der Finanz- und Währungssystemstabilität. Des Weiteren sichert sie einen problemlosen Zahlungsverkehr und verwaltet die deutschen Währungsreserven. 


Deutscher Aktienindex (DAX)

Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, spiegelt die Wertentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktien wider. 


Devisen

Bei Devisen handelt es sich um Forderungen auf ausländische Währungen. Devisen können unter Anderem Schecks oder Fremdwährungsguthaben bei ausländischen Kreditinstituten in fremder Währung sein.


Devisenmarkt

Auf dem Devisenmarkt werden Währungen zwischen Banken gehandelt. Die jeweiligen Wechselkurse für die Währungen ergeben sich aus dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. 


Direktgutschrift

Bei der Direktgutschrift wird ein Teil des von Lebensversicherungsunternehmen erwirtschafteten Überschusses direkt den Versicherten gutgeschrieben. Somit steigt die Verzinsung des Vorsorgekapitals im Vergleich mit dem Rechnungszins. 


Direktversicherer

Direktversicherer nutzen ausschließlich den Weg des Direktvertriebs, also über Telefon, Fax, Post oder Internet. Außendienstler, Makler oder Vertreter werden bei diesen Unternehmen nicht eingesetzt.


Direktversicherung

Bei der Direktversicherung handelt es sich um eine betriebliche Altersversorgung, welche als Kapitalversicherung oder als Rentenversicherung abgeschlossen werden kann. Bei dieser Art der betrieblichen Altersvorsorge gilt eine Haftungsfreiheit für den Arbeitgeber. 


Dispokredit

Ein Dispokredit ist ein Kredit, welcher durch die Überziehung des eigenen Girokontos zustande kommt. Dies ist nur möglich, wenn der Kontoführer ein regelmäßiges Einkommen vorweisen kann. Der Dispokreditrahmen kann nach Absprache mit dem Kreditinstitut erweitert oder begrenzt werden. Handelt es sich um einen längerfristigen Kredit, ist es empfehlenswert eine andere Art des Kredits aufzunehmen, da der Dispokredit vergleichsweise kostspielig ist. 


Dividende

Die Dividende stellt den Gewinnanteil eines Aktionärs einer Aktiengesellschaft dar, welche von der Hauptversammlung des Unternehmens festgelegt wird. 


Dynamik

Als Dynamik wird eine automatische Anpassung von Versicherungssummen bezeichnet, welche zudem eine Regelmäßigkeit aufweist. Diese Anpassung wird mit dem Ziel vorgenommen, dass langlaufende Versicherungsverträge gegen die inflationsbedingte Geldentwertung geschützt werden. 


E

Einlagen

Bei Einlagen handelt es sich um Geldbeträge, welche die Kunden einer Bank sparen und diese der Bank gegen eine Zinszahlung überlassen. Es kann zwischen Sicht-, Spar- oder Termineinlagen unterschieden werden. 


Einlagensicherung

Zum Schutz der Sparer, welche Einlagen bei einer Bank haben, ist jedes Kreditinstitut in Deutschland dazu verpflichtet, einem Sicherungssystem angeschlossen zu sein. Dieses System stellt sicher, dass die Einlagen, zumindest bis zu einem festgelegten Umfang, im Fall einer Insolvenz der Bank, trotzdem an den Sparer zurückgezahlt werden können. 


Einlösungsbeitrag

Alle Zahlungen an das Versicherungsunternehmen sind zu Beginn des jeweiligen Zahlungsabschnitts zu entrichten. Der Einlösungsbeitrag, welcher zu Beginn des ersten Zahlungsabschnittes zu zahlen ist, muss zunächst bei dem Unternehmen eingehen, bevor Versicherungsschutz besteht. 


Einzugsermächtigung

Bei der Einzugsermächtigung handelt es sich um ein Lastschriftmandat für Lastschriften im Einzugsermächtigungslastschriftverfahren. Dabei erteilt der Zahlungspflichtige dem Empfänger der Zahlung eine schriftliche Erlaubnis von seinem Konto eine bestimmte Geldsumme einzuziehen. Sollte es zu einem Fehler gekommen sein, kann dem Einzug innerhalb von acht Wochen nach dem Rechnungsabschluss widersprochen werden, sodass der Betrag wieder auf das Konto gezahlt wird. 


Elementarschäden

Eine Versicherung für Elementarschäden kann als Zusatzdeckung zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden. Zu den erweiterten Elementarschäden gehören: Überschwemmungen, Rückstau, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbrüche.


Emission

Bei einer Emission handelt es sich um die Ausgabe von Wertpapieren auf den Markt. 


Emissionskurs

Der Emissionskurs stellt den Ausgabekurs dar, zu welchem ein neues Wertpapier den Kapitalanlegern angeboten wird.


Emittent

Ein Emittent ist ein Institut, welches Wertpapiere ausgibt. 


Entschädigungsgrenzen

Durch die Versicherungssumme und die Höhe des jeweiligen Schadens wird die Entschädigung begrenzt, wobei für einzelne Leistungsbereiche, differenzierte Entschädigungsgrenzen gelten. 


Ersatzkasse

Bei der Ersatzkasse handelt es sich um einen Träger der gesetzlichen Krankenversicherung.


Europäische Zentralbank (EZB)

Die Europäische Zentralbank, kurz EZB, bildet mit den nationalen Zentralbanken der EU-Länder das System der Zentralbanken. 


Exzedent

Bei der Exzedent handelt es sich um einen Ergänzungsdeckungsbetrag, welcher über die Versicherungssumme hinausgeht. 


F

Fälligkeitsdatum

Ein Fälligkeitsdatum existiert im Rahmen von Terminkontrakten. Es gibt an wann der Basiswert zur Lieferung fällig wird beziehungsweise wann eine Verbindlichkeit zu begleichen ist. 


Fahrlässigkeit

Eine Person, welche die gebotene Sorgfalt und Vorsicht außer Acht lässt, handelt fahrlässig. Je nach Schwere des Verschuldens kann zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit unterschieden werden. 


Fahrradversicherung

Eine Fahrradversicherung kann über die Hausratsversicherung oder auch über spezielle Fahrradpolicen abgeschlossen werden. Sie gilt für den Diebstahl von Fahrrädern. 


Faksimile

Als Faksimile wird eine maschinell erstellte Nachbildung einer eigenhändigen Unterschrift bezeichnet, welche aus rationalisierungsgründen auf Urkunden und Policierungen, Rechnungen und Mahnschreiben gesetzt werden kann. Kündigungsschreiben bedürfen allerdings der originalen Unterschrift. 


Familienangehörige

In zahlreichen Versicherungspolicen ist es möglich neben dem Hauptversicherungsnehmer weitere Familienmitglieder mitzuversichern. So ist es möglich, dass in Hausratspolicen das Eigentum aller Haushaltsangehörigen mitversichert ist und in der Privathaftpflicht kann der Ehe- und Lebenspartner sowie die Kinder mitversichert werden.


Finanzierung

Anders ausgedrückt handelt es sich bei der Finanzierung um die Deckung des Kapitalbedarfs. Es kann in Innen- und Außenfinanzierung und in Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung unterschieden werden. 


Finanzkrise

Bei einer Finanzkrise handelt es sich um ein Marktversagen. Dieses führt innerhalb eines kurzen Zeitrahmens zu einer gravierenden, zeitlich nicht definierten Verschlechterung von zentralen Finanzindikatoren, wie beispielsweise das Zinsniveau, fallende Aktienkurse, Verschlechterung von mehreren Unternehmenssituationen. 


Fondsanteil

Bei einem Fondsanteil handelt es sich um den kleinsten Teil eines Fondsvermögens, über welchen ein Anteilschein ausgestellt ist. 


Fondsgebundene Lebensversicherung

Eine Fondgebundene Lebensversicherung ist eine auf Investmentbasis als Form sachwertgesicherte Lebensversicherung. Eine gemischte Lebensversicherung, welche auf Basis von Anteilen eines Sondervermögens eines oder mehrerer Investmentfonds aufbaut bietet den Vorteil, dass es einen Wertzuwachs, also eine Kurssteigerung, gibt. Jedoch muss auch das Risiko der Werteinbuße berücksichtigt werden. Dieses Risiko kann durch verschiedene Zusammensetzungen der Fonds einen mehr oder weniger starken spekulativen Charakter haben. Zudem kann das Risiko zum Ablauf hin deutlich minimiert werden. Der Versicherungsnehmer hat stets die Entscheidungsgewalt über die Fondanlage und kann somit bei Bedarf wechseln. Die Entscheidung kann jedoch auch auf einen Vermögensverwalter werden, dann handelt es sich um eine gemanagte Fondpolice. 


Franchise

Franchise bedeutet im Versicherungswesen, dass der Versicherungsnehmer eine gewisse Selbstbeteiligung trägt, insbesondere um den Versicherungsträger von Zahlungen von Bagatellschäden zu befreien. 


Frauenrabatt

Durch die geringere Schadenshäufigkeit bei weiblichen Kunden, bieten einige Autoversicherer einen ermäßigten Preis für Frauen. 


Fremdversicherung

Bei einer Fremdversicherung handelt es sich um eine, auf eine andere Person, abgeschlossene Lebensversicherung. Die versicherte Person muss dabei schriftlich das Einverständnis erklären oder den Versicherungsantrag unterschreiben. 


Fusion

Eine Fusion ist der rechtliche und wirtschaftliche Zusammenschluss mindestens zweier Unternehmen. 


Freie Marktwirtschaft

Bei der freien Marktwirtschaft handelt es sich um eine Wirtschaftsordnung, wobei der Staat nicht in die Marktmechanismen eingreift. Er dient dem Schutz, der Sicherheit der Bürger und deren Eigentum. Der Markt wird ausschließlich von dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage geregelt. 


Freistellungsauftrag

Privatkunden können mit einem Freistellungauftrag ihre Bank dazu anweisen, die Kapitalerträge bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags von dem Steuerabzug freizustellen. Der Sparerpauschbetrag liegt für ledige Personen bei 801 Euro und bei 1.602 Euro bei Ehepartnern. Ehepartner haben die Wahl zwischen einem Einzelfreistellungsauftrag und einem gemeinsamen Freistellungsauftrag. 


Fremdkapital

Fremdkapital wird in der Regel von Banken zur Verfügung und ist ein Finanzierungsmittel in Form eines Darlehens. 


G

Garagenrabatt

Es ist möglich einige Prozent der Versicherungsprämie zu sparen, wenn das Auto in der Garage geparkt wird. 


Garantiefonds

Bei einem Garantiefonds wird am Ende einer im Vorhinein festgelegten Fondlaufzeit entweder das gesamte eingesetzte Kapital zurückgezahlt oder zumindest ein bestimmter Prozentsatz des Kapitals. 


Gebäudeversicherung

Bei einer Gebäudeversicherung ist das Haus und das fest verbundene Zubehör gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und weitere Gefahren versichert. 


Gefahr-Erhöhung

Auf Antragsformularen von Sachversicherungen wird stets nach einer Gefahrenerhöhung gefragt, welche durch das Umfeld entstehen kann. 


Geldmarktfonds

Bei Geldmarktfonds handelt es sich um Fonds, welche zu 100 Prozent in Bankguthaben, Wertpapiere mit kurzen Laufzeiten oder Geldmarkttiteln angelegt sind. 


Geldmenge

Bei der Geldmenge handelt es sich um den Geldbestand in einer Volkswirtschaft, welcher nicht in den Händen von Kreditinstituten ist, sondern bei Privatpersonen oder Unternehmen liegt. 


Geldpolitik

Im Rahmen der Geldpolitik werden Maßnahmen von der Zentralbank eingesetzt, um diverse geldpolitische Ziele zu erreichen. 


Gemischte Lebensversicherung

Bei einer gemischten Lebensversicherung wird der Versicherer in jedem Fall leistungspflichtig, da die Versicherungssumme definitiv ausgezahlt wird. Dies geschieht entweder am Ende der Vertragslaufzeit oder bei vorzeitigem Tod. Der Versicherungsbeitrag muss bis zum Auszahlungszeitpunkt gezahlt werden, dieser setzt sich aus einem Spar- und Risikoanteil zusammen. 


Genesungsgeld

Das Genesungsgeld kann nur in Verbindung mit dem Krankenhaustagegeld versichert werden, da das Genesungsgeld für die gleiche Anzahl von Kalendertagen gewährt wird wie das Krankenhaustagesgeld. Das Maximum liegt bei 100 Tagen. Bei dem Genesungsgeld handelt es sich um ein Leistungsangebot der privaten Unfallversicherung. Der Versicherte hat  mit der Entlassung aus dem Krankenhaus Anspruch auf Genesungsgeld, wobei dies unabhängig von dem Gesundheitszustand ist. 


Genossenschaft

Eine eingetragene Genossenschaft ist eine Unternehmensform, bei wessen Gründung mindestens drei Personen beteiligt sein müssen. Die Aufgabe einer Genossenschaft ist es, die Mitglieder dauerhaft im Rahmen des Prinzips der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung, zu fördern. 


Genossenschaftsanteil

Ein Genossenschaftsanteil ist eine rechnerische Größe, welche festlegt, bis zu welcher Höhe ein Mitglied an der Genossenschaft beteiligt sein darf. 


Geschäftsbericht

Der Geschäftsbericht besteht in der Regel aus drei Teilen, der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Lagebericht einer Abrechnungsperiode. Der Geschäftsbericht soll die vergangene und gegenwärtige Entwicklung des Unternehmens darstellen und potentiale für die Zukunft aufzeigen. Der Geschäftsbericht ist die wichtigste Entscheidungsgrundlage der Aktionäre eines Unternehmens. 


Geschäftsjahr

Ein Geschäftsjahr umfasst einen Zeitraum von zwölf Monaten. In dieser Zeit muss ein Unternehmen einen Jahresabschluss erstellen. Das Geschäftsjahr muss nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen.


Geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds sind Fonds, deren Mittel durch den Verkauf von Anteilen, welche vorher genau bestimmt und begrenzt wurden, aufgebracht werden. Sobald das bestimmte Volumen erreicht ist, wird der Fonds geschlossen und somit werden auch keine Anteile mehr ausgegeben. Der Kurswert unterliegt der freien Preisbildung und richtet sich daher nicht nach dem tatsächlich, anteiligen Wert des Fondsvermögens. Somit wird der Fonds auf Grund von Angebot und Nachfrage gehandelt und es kann zu Auf- oder Abgeldern kommen. 


Gesetzliche Krankenkasse

Die gesetzliche Krankenkasse, kurz GKV, ist für die Grundversorgung im Krankheitsfall und der Minderung des finanziellen Risikos der Mitglieder zuständig. Es werden drei Gruppen innerhalb der GKV unterschieden: Pflichtversicherte, freiwillige Versicherte und Familienversicherte. 


Gesundheitsprüfung

Um das Risiko für den Krankheitseintritt einzuschätzen werden von Personenversicherern Angaben des Kunden zu der körperlichen und seelischen Fitness verlangt. Daraufhin wird der Antrag abgelehnt oder angenommen und mit entsprechenden Risikozuschlägen oder Ausschlüssen angepasst. Sollten inkorrekte Angaben gemacht werden, so kann es sein, dass der Versicherer im Schadenfall die Versicherungsleistung nicht erbringt. 


Gewinn

Bei dem Gewinn eines Unternehmens handelt es sich um die positive Differenz, welche sich aus dem Ertrag und dem Aufwand, in einem bestimmten Zeitraum, ergibt. 


Gewinnbeteiligung

Bei einer Gewinnbeteiligung handelt es sich um eine Beteiligung aller Mitglieder von Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit, sollten Überschüsse erwirtschaftet worden sein. 


Gewinnverwendung

Werden Gewinne von Versicherungen erwirtschaftet, so werden diese entweder als Eigenkapital genutzt oder ausgeschüttet. Zu unterscheiden sind hier Aktiengesellschaften und Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Erstere schütten den Aktionären Dividenden aus, letzte belteiligen die Mitglieder am Gewinn. 


Gleitender Neuwert

Der gleitende Neuwert dient dazu, den Wiederaufbau eines zerstörten Gebäudes sicherzustellen, obwohl die Kosten seit dem Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses gestiegen sind. Die Versicherungssumme im Rahmen der Gebäudeversicherung wird nach dem Baukostenindex des statistischen Bundesamtes verändert und in den meisten Fällen erhöht. Diese Anpassung findet jährlich statt und wird mit Hilfe des Wertes 1914 errechnet. Dies bedeutet, dass der Wert des Hauses, unabhängig von dem tatsächlichen Baujahr, auf das Jahr 1914 zurückgerechnet wird. Mit dem Prämienfaktor wird daraufhin der Grundbeitrag für den Wert 1914 auf das aktuelle Jahr hochgerechnet. 


Gliedertaxe

Die Gliedertaxe spielt im Rahmen der Unfallversicherung eine Rolle. Wie hoch die Invaliditätsentschädigung ausfällt, hängt von der Schwere der Unfallfolgen ab. Um den Invaliditätsgrad in Standardunfällen zu bestimmten, wird eine Gliedertaxe vereinbart, welche den Prozess erleichtern soll. Somit wird bei Verlust bzw. Gebrauchsunfähigkeit bestimmter Organe oder Körperteile jeweils ein gewisser Prozentsatz der gesamten Versicherungssumme fällig. 


Grundkapital

Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft entspricht in der Regel dem Nennwert aller ausgegebenen Aktien. Der Mindestnennbetrag des Grundkapitals beträgt 50.000 Euro, dieses liegt jedoch meistens über diesem Wert. Das Grundkapital ist in der Bilanz auf der Passivseite auszuweisen. 


Grundsteuer

Die Grundsteuer ist eine regelmäßig an die Gemeinde zu zahlende Steuer auf den Grundbesitz. 


Gruppenversicherung

Bei einer Gruppenversicherung übernehmen Unternehmen oder Vereine Aufgaben des Versicherers, wie den Einzug der Beiträge oder die Betreuung der Versicherten. Daher werden von der Versicherung dann ermäßigte Prämien oder teilweise Mehrleistungen oder erleichterte Aufnahmebedingungen geboten. 


Gesetzliche Rentenversicherung (GRV)

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung handelt es sich um einen Versicherungszweig der Sozialversicherung, bei welcher als besonders schutzbedürftig eingestufte Gruppen von Selbstständigen,  Freiberuflern und allen Arbeitnehmer pflichtversichert sind. Um eine Rente aus der GRV zu erhalten muss eine Zahlung von Beiträgen vorliegen, wobei sich die Höhe der Rente nach der Höhe und der Anzahl dieser Beiträge richtet. Die GRV bietet eine Altersrente, eine Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente, zudem werden Rehabilitationsmaßnahmen getragen. 


H

Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung ersetzt Schäden, welche der Versicherungsnehmer Dritten zugefügt hat und für die laut Gesetz ein Schadensersatz zu leisten ist. 


Halter

Der Halter eines Fahrzeuges ist die Person, welche das Fahrzeug für eigene Rechnung in Gebrauch hat und auch die Verfügungsgewalt besitzt. Der Halter kann sich von dem Eigentümer und Fahrer des Fahrzeugs unterscheiden. Der Halter ist dazu verpflichtet eine Kraftfahrthaftpflichtversicherung abzuschließen, sobald sich das Fahrzeug im Gebrauch befindet. Zudem ist diese Person der Träger der Gefährdungshaftung. Die Zulassungsstellen sehen als Halter die Person, welche im Fahrzeugbrief eingetragen ist. 


Hausratversicherung

Die Hausratsversicherung dient der Versicherung beweglicher Sachen innerhalb der Wohnung, welche durch Leitungswasser, Feuer, Sturm, Einbruchdiebstahl und weitere Risiken geschädigt wurden. 


Hausse

Hausse bedeutet einen Kursaufschwung an der Börse, welcher eine längere Zeit andauert. 


Handelsbilanz

In der Handelsbilanz eines Unternehmens werden die nach den jeweiligen handelsrechtlichen Vorschriften bewerteten aktiven und passiven Positionen eines Unternehmens in kontenform aufgeführt. Es werden also das Vermögen und die Verbindlichkeiten gegenübergestellt. 


Hebeleffekt

Bei dem Hebeleffekt handelt es sich um eine Kenngröße zur Ermittlung des Kursverhältnisses von Option und Basiswert und ist vorrangig im Zusammenhang mit Bewertungen von Optionscheinen gebräuchlich. Ein Hebel von drei bei einem Optionschein sagt beispielsweise aus, dass ein Drittel des Basiswerts investiert werden muss. 


Hedge-Fonds

Bei Hedge-Fonds handelt es sich um Fonds, welche die Mittel überwiegend am Terminmarkt in derivate Instrumente wie beispielsweise Optionen oder Futures investieren. Hedge-Fonds unterliegen im Rahmen der Anlagepolitik keinen gesetzlichen oder sonstigen Einschränkungen. Hedge-Fonds sind sehr risikoreich, bieten jedoch auch eine hohe Renditechance. 


Heil- und Hilfsmittel

Heilmittel sind alle zur physikalischen Medizin angewendeten Mittel, welche überwiegend äußerlich eingesetzt werden und zur Behandlung einer Krankheit dienen, ohne jedoch selbst Arzneimittel zu sein. Zu den Hilfsmitteln zählen insbesondere technische Hilfsmittel, welche körperliche Behinderungen oder Unzulänglichkeiten mildern bzw. ausgleichen.

Im Rahmen der privaten Krankheitskostenvollversicherung sind Hilfs- und Heilmittel im ambulanten Tarif inbegriffen. Für gesetzlich Pflichtversicherte werden Zusatztarife angeboten. Grund ist, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für Heil- und Hilfsmittel nicht komplett übernehmen dürfen.


Hypothek

Eine Hypothek dient der Sicherheit eines Immobilienkredits. So ist es dem Hypothekengläubiger möglich eine bestimmte Summe aus dem Grundstück zum Begleichen seiner Forderungen zu verlangen, sollte der Schuldner den Kredit nicht fristgerecht zurückgezahlt haben. Sollte es zu einem Zwangsvollstreckungsverfahren kommen, kann das Grundstück versteigert werden, der Erlös steht in diesem Fall dem Gläubiger zu. 


I

Immaterielle Vermögenswerte

Bei dem immateriellen Vermögen von Unternehmen handelt es sich um Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen, Firmenwerte, Patente oder auch das Warenzeichen oder Markenwerte. Immaterielles Vermögen kann enorme Werte für das Unternehmen darstellen.  


Immobilienfonds

Bei Immobilienfonds handelt es sich um Fonds, welche Gelder überwiegend in Grundstücken und Gebäuden anlegen. 


Indexfonds

Ein Indexfonds ist ein Fond, welcher die Zusammensetzung eines bestimmten Index versucht nachzubilden. Das Ergebnis dieser Anlage wird zum Großteil die Wertentwicklung eines Index widerspiegeln. 


Individualversicherung

Im Gegensatz zu der Individualversicherung steht die Sozialversicherung, da es sich bei Individualversicherung um alle Versicherungsverträge handelt, welche die Versicherungsnehmer zur eigenen persönlichen Vorsorge abschließen. Gegenstand dieser Versicherungen sind alle versicherbaren Gefahren. Die verschiedenen Versicherungsleistungen werden nach dem Äquivalenzprinzip bemessen. Das bedeutet anders ausgedrückt, dass sich Risiko und Leistung  auf der Grundlage der Wirtschaftlichkeit entsprechen sollten.


Induktionsschäden

Ein Induktionsschaden kann bei der Überspannung im Stromnetz entstehen. Diese Überspannung kann dann Elektrogeräte beschädigen oder zerstören. Eine Überspannung durch einen Blitzeinschlag ist oft schon in der Versicherung enthalten, Überspannungen sind jedoch im Rahmen der Hausrats- oder Gebäudeversicherung oft nur durch eine besondere Vereinbarung abschließbar. 


Inflation

Bei einer Inflation verliert das Geld über einen längeren Zeitraum an Kaufkraft, zudem steigt das Preisniveau im Allgemeinen an. 


Inhaberschuldverschreibung

Inhaberschuldverschreibungen sind verzinsliche Wertpapiere, mit welchen der Schuldner dem Inhaber der Schuldverschreibung die Rückzahlung des Kredits und festgelegte Zinsen zusagt. Inhaberschuldverschreibungen können an der Börse gehandelt werden.


Inkasso

Inkasso bedeutet das Einziehen von Versicherungsbeiträgen


Innungskrankenkasse

Eine Innungskrankenkasse ist ein Träger der Gesetzlichen Krankenversicherung, welche speziell für Handwerker gegründet wurde.


Institutionelle Anleger

Unter institutionellen Anlegern werden Kapitalsammelstellen verstanden, welche einen hohen Anlagebedarf haben. Beispielsweise sind Versicherungen, Pensions- oder Investmentfonds und Bausparkassen aufzuführen. 


Institutschutz

Den Institutschutz nehmen die Sparkassengruppen und die Genossenschaftsgruppen in Deutschland in Anspruch, da sie Teil dieses gesetzlich anerkannten Mechanismus sind. Sollte ein Mitgliedsinstitut in eine wirtschaftlich missliche Lage geraten, so kann es durch den Institutschutz trotzdem jederzeit den Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Begründet ist dies in dem Feuerwehrfonds, in welchen die Mitgliedsbanken regelmäßig einzahlen. Diese Art des Schutzes geht über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus. 


International Bank Account Number

Die International Bank Account Number, kurz IBAN, ist eine standardisierte internationale Bankkontonummer. Die IBAN besteht aus zwei Teilen, zum einen handelt es sich um einen internationalen Teil, welcher sich aus dem Länderkennzeichen und der Prüfziffer zusammenstellt und zum anderen um einen national festgelegten Teil. 


Integralfranchise

Integralfranchise bedeutet, dass der Versicherte eine Selbstbeteiligung trägt und somit geringfügige Schäden bis zu einer bestimmten Grenze selbst bezahlt, größere Schäden, welche über die Grenze fallen, werden von der Versicherung ersetzt. 


Invalidität

Invalidität bedeutet, dass eine Person durch einen Unfall oder eine Krankheit dauerhaft körperlich oder geistig beeinträchtigt ist.


Investmentfonds

Investmentfonds stellen ein Sondervermögen einer Investmentgesellschaft dar, welches aus dem eingelegten Geld von Kapitalanlegern bestehen, welche somit Anteilsscheine erhalten. Die Kapitalanleger werden entsprechend der Investition an der Wertentwicklung des Investmentfonds beteiligt. 


Investmentgesellschaft

Eine Investmentgesellschaft, auch Fondsgesellschaft oder Kapitalgesellschaft genannt, verwaltet Sondervermögen, Wertpapiere oder kauft Immobilien und gibt Anteilsscheine an dem jeweiligen Fonds aus. 


J

Jahresabrechnung

Eine Jahresabrechnung muss der Verwalter von Gemeinschaftseigentum nach dem Ablauf eines Kalenderjahres über sämtliche Vorschüsse der Wohnungseigentümer und der Ausgaben aufstellen. Dies soll sicherstellen, dass die Vorschüsse dem Wirtschaftsplan entsprechen. 


Jahresabschluss

Der Jahresabschluss besteht aus zwei Teilen, zum einen aus der Bilanz und zum anderen aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Jahresabschluss ist für das vergangene Geschäftsjahr im Rahmen des ordnungsmäßen Geschäftsgangs in entsprechender Zeit aufzustellen. 


Jahresarbeitsentgeltgrenze

Arbeitnehmer, welche Arbeitsentgelt beziehen sind in der gesetzlichen Krankenkasse Pflichtversichert. Versicherungsfrei sind Arbeitnehmer, wenn das Einkommen 75 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung übersteigt. 


Jugendgirokonto

Ein Jugendgirokonto ist in der Regel ein kostenloses Konto für Jugendliche, welches vom Erziehungsberechtigten beantragt werden muss. Jugendlichen soll so die Möglichkeit gegeben werden, eigenverantwortlich mit ihrem Geld umgehen zu können und zudem den Umgang mit einem eigenen Konto und dem bargeldlosen Zahlungsverkehr zu erlenen. Jugendgirokonten können nicht überzogen werden. 


Juristische Person

Bei juristischen Personen handelt es sich um Zusammenschlüsse von Personen – oder Sachgesamtheiten, welche durch den Zusammenschluss rechtsfähig werden. Es wird in juristische Personen des öffentlichen und des privaten Rechts unterscheiden. 


K

Kapital

Kapital wird oft als Begriff für langfristig angelegtes oder verliehenes Geld verwendet. 


Kapitalanlage

Bei einer Kapitalanlage handelt es sich um eine langfristige Anlage von Kapital, welche das Ziel der Werterhaltung und der Erwirtschaftung von Renditen verfolgt. 


Kapitalgesellschaft

Bei einer Kapitalgesellschaft handelt es sich um eine Rechtsform von Unternehmen. Die Haftung ist hier auf das Eigenkapital, also auf das Vermögen der Gesellschaft, begrenzt. Die häufigsten Formen einer Kapitalgesellschaft sind GmbH und AG.


Kapitalmarkt

Bei dem Kapitalmarkt handelt es sich um einen Markt für mittel- und langfristige Kredite und Beteiligungskapital, über welchen Unternehmen und der Staat Mittel für langfristige Investitionen erhalten. 


Kaufkraft

Die Kaufkraft ist der Wert des Geldes, welcher in einer Gütermenge ausgedrückt wird, sie zeigt also wie viele Güter für einen bestimmten Betrag gekauft werden können. 


Kontrakt

Bei einem Kontrakt handelt es sich um eine standardisierte, kleinste handelbare Einheit im Optionenhandel. 


Kündigung

Alle Versicherungsverträge, außer Lebensversicherungen, verlängern sich in der Regel automatisch. Personen, die den Vertrag nicht verlängern wollen, haben die Möglichkeit unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist, welche meistens zwischen ein und drei Monaten liegt, zu kündigen. Hier ist die Mindestlaufzeit, welche normalerweise zwischen einem und fünf Jahren liegt, zu berücksichtigen. 


KAG = Kapitalanlagegesellschaft

Eine Kapitalanlagegesellschaft ist ein Kreditinstitut, welches zum Ziel hat die eingelegten Gelder in eigenem Namen, jedoch für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger, nach dem Grundsatz der Risikostreuung als Sondervermögen anzulegen. Die Rechtsform einer KAG in Deutschland darf entweder eine Aktiengesellschaft oder eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung sein. 


Kapital-Lebensversicherung

Die Kapital-Lebensversicherung bietet zum einen die Vorsorge für den Todesfall, zum anderen wird für den Erlebensfall Vorsorgekapital angesammelt. Sie ist die verbreitetste Form der Lebensversicherung. Die Höhe des ausgezahlten Betrags hängt von dem Geschlecht, dem Eintrittsalter, der Laufzeit und dem Beitrag ab. 


Kapitalwahlrecht

Das Kapitalwahlrecht kann im Rahmen der Leibrentenversicherung zum Tragen kommen. Zu dem Zeitpunkt des vereinbarten Rentenzahlungsbeginns kann der Versicherte beantragen, dass er statt der Rente eine Kapitalabfindung bekommt. Das Kapitalwahlrecht kann nur innerhalb vorgegebener Fristen ausgeübt werden, da die Versicherungen sich so davor schützen wollen, dass Kunden mit ungünstigen Gesundheitsverhältnissen von dem Wahlrecht Gebrauch machen. 


Kasko

Eine Kaskoversicherung kann zusätzlich zu der Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Der Kunde kann zwischen Teilkasko, worin Diebstahl, Wildschäden, Glasbruch und Feuer enthalten sind, und Vollkasko, wo weitere Unfälle und Vandalismus enthalten sind, wählen. 


Kfz-Haftpflicht

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung, welche vom Fahrzeughalter abgeschlossen werden muss. Diese Versicherung übernimmt berechtigte Ansprüche von Unfallgegnern und wehrt unberechtigte Forderungen ab. Eine Rolle spielen die verschiedenen Typenklassen in welche alle PKW-Modelle entsprechend der Unfallhäufigkeit und der Schadenshöhe eingestuft werden. Nach ihnen bemisst sich unter anderem die Höhe der Versicherungsprämie. Die Versicherung übernimmt den Schaden, wenn der Unfall von dem Versicherten verschuldet wurde, kein Schuldiger gefunden werden kann oder ein Unfall durch Betriebsgefahr entstanden ist. 


Krankes Versicherungsverhältnis

Unter einem kranken Versicherungsverhältnis wird die unterlassene Beitragszahlung eines Versicherungsnehmer verstanden, welcher des Weiteren nicht auf die Mahnungen reagiert hat. Sollte es nach Ablauf der Mahnfrist zu einem Autounfall, welchen der Kunde verschuldet hat kommen, so hat dieser keinen Versicherungsschutz. Die Versicherung ist jedoch dazu verpflichtet dem Dritten den Schaden zu bezahlen, diese Kosten können jedoch von dem Versicherungsnehmer zurückgefordert werden. 


Kredit

Im Rahmen eines Kredits, auch Darlehen genannt, wird an einen Kreditnehmer von einem Kreditgeber eine bestimmte Summe, für eine begrenzte Zeit verliehen. Der Kreditnehmer muss den Betrag fristgerecht und zuzüglich der vereinbarten Zinsen zurückzahlen. 


Kurs

Bei dem Kurs, auch Aktienkurs genannt, handelt es sich um den Preis der Aktie, welcher sich nach Angebot und Nachfrage richtet und somit schwanken kann. Diverse Faktoren beeinflussen das Angebot und Nachfrage Verhältnis, dies können branchenspezifische Faktoren, Potentiale des Unternehmens oder die gesamtwirtschaftliche Situation sein. 


L

Lastschrift

Bei der Lastschrift handelt es sich um ein Verfahren, wobei der Zahlungspflichtige seine Bank schriftlich dazu beauftragt, dass der Zahlungsempfänger berechtigt ist Geld vom Girokonto des Zahlungspflichtigen abbuchen. 


Laufzeit

Bei der Laufzeit handelt es sich um die vereinbarte Versicherungsdauer.


Leibrentenversicherung

Bei der Leibrentenversicherung erhalten die Versicherten den auszuzahlenden Betrag nicht auf einmal, sondern als Rente. Es sind zwei Möglichkeiten zu unterscheiden. Zum einen wird die Rente nur bis zum Tode des Versicherten für eine bestimmte garantierte Laufzeit gezahlt oder es wird ein Teil der garantierten Rente wird den Hinterbliebenen erstattet. 


Leitzins

Bei Leitzinsen handelt es sich um ein Instrumentarium der Geldpolitik, welche Einflüsse auf Zinsverhältnisse am Geldmarkt haben. Leitzinsen sind festgelegte Zinssätze, zu welchen Geschäftsbanken beispielsweise Liquidität bei der Zentralbank beschaffen können. 


Liquidität

Bei der Liquidität handelt es sich um eine Eigenschaft eines Vermögenswerts. Diese Eigenschaft umfasst, dass dieser Vermögenswert schnell in ein flüssiges Mittel umgewandelt werden kann. Ein flüssiges Mittel ist beispielsweise Bargeld. 


M

Margin

Bei einer Margin handelt es sich um eine Sicherheitsleistung, um zu bewerkstelligen, dass Verbindlichkeiten, welche durch Eingehen von börsengehandelten Future- und Optionsgeschäften entstehen können, gedeckt werden. 


Markt

Als Markt wird der Ort bezeichnet, an dem Güter gegen Geld oder Güter gegen Güter getauscht werden. Die Preise werden von Angebot und Nachfrage bestimmt. Ist das Angebot größer als die Nachfrage so spricht man von einem Käufermarkt, ist das Angebot jedoch geringer als die Nachfrage so handelt es sich um einen Verkäufermarkt. Es existieren zudem verschiedene Wettbewerbsformen auf Märkten. So spricht man bei nur einem Anbieter von einem Monopol, bei vielen Nachfragern, jedoch nur wenig Anbietern von einem Oligopol und bei vielen Anbietern und vielen Nachfragern von einem Polypol. 


Mündelsichere Papiere

Mündelsichere Papiere sind im BGB definierte Wertpapiere, welche als außerordentlich risikoarm eingeschätzt werden. 


Mallorca-Police

Im Ausland ist der Schutz der Haftpflichtversicherung von Mietwagen oft viel zu gering, sodass eine Zusatzversicherung existiert, welche den Schutz auf deutsches Niveau anhebt. Diese Zusatzversicherung wird inoffiziell als Mallorca-Police bezeichnet. Teilweise bieten einige Autoversicherer in Deutschland diesen beschriebenen Schutz schon im Rahmen der Kfz-Haftpflichtpolice an, wobei keine weiteren Gebühren anfallen. 


Mehrwertsteuer

Bei der Mehrwertsteuer handelt es sich um eine Steuer, welche auf Entgelte erhoben wird, die Unternehmen für Lieferungen und sonstige Leistungen im Inland bezahlen. Diese Steuer wird auch als Umsatzsteuer bezeichnet. Dem Unternehmen ist es möglich diese Steuerschuld von der eigenen Umsatzsteuerschuld abzuziehen. Somit wird das Unternehmen nur mit Steueranteil belastet, welcher durch die eigene Verarbeitung bzw. die Produktion entsteht. Somit muss das gesamte Mehrwertsteueraufkommen, welches für ein Produkt entsteht, vom Endverbraucher getragen werden.

Ein Versicherungsunternehmen unterliegt nicht der Mehrwertsteuer, sondern der Versicherungssteuer. 


Mietsachschäden

Im Rahmen der Haftpflichtversicherung besteht ein genereller Ausschluss von Schäden an gemieteten Sachen. Hingegen sind in fast jeder Privathaftpflichtpolice Beschädigungen an Gebäudeteilen von Mietwohnungen eingeschlossen. 


Mindestanlagesumme

Bei der Mindestanlagesumme handelt es sich um einen Mindestbetrag, welcher ein Anleger bei einer Investition in einen bestimmten Fonds einzahlen muss, da dies von vielen Kapitalanlagegesellschaften verlangt wird. 


Mindestreserve

Banken sind dazu verpflichtet ein Mindestguthaben in der Zentralbank zu lagern. Die Höhe dieser Mindestreserve ergibt sich aus der Anwendung des Mindestreservesatzes auf sämtliche Kundeneinlagen der jeweiligen Bank. 


Mindestsparbetrag

Von einem Mindestsparbetrag wird in der Regel im Rahmen von Bausparverträgen gesprochen. Es handelt sich dabei um die erforderliche Sparleistung des Kunden und gibt an, welches Bausparguthaben mindestens erreicht werden muss. 


Mischfonds

Bei gemischten Fonds handelt es sich um Fonds, welche sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere investieren können. In der Regel sind jedoch Höchstgrenzen für die jeweiligen Anteile festgelegt. 


Moblie-Banking

Beim Mobile Banking handelt es sich um eine Unterform des Online Bankings. Dabei werden Bankgeschäften mithilfe mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets getätigt. 


N

Namensaktie

Bei einer Namensaktie lautet die Aktie auf den Namen des jeweiligen Inhabers. Die Eigentumsübertragung erfolgt durch Indossament, also ein gesetzlich vorgesehener schriftlicher Übertragungsvermerk auf einem Orderpapier. 


NASQAQ

Das national Association of Securities Dealers Automated Quatation System, kurz NASQAQ, ist eine elektronische Aktienbörse in den USA, welche insbesondere junge Hightechunternehmen listet. 


Nennwert

Nennwert, auch Nominalwert, ist der beispielsweise auf Wertpapieren aufgedruckte in einer Währung lautende Betrag. Bei Aktien handelt es sich um den betragsmäßigen Anteil am Grundkapital. 


Neuemission

Bei einer Neuemission handelt es sich um das erstmalige Kaufangebot der Aktie eines Unternhemens an der Börse.


Neuwert

Bei dem Neuwert handelt es sich um den Wiederbeschaffungswert einer Sache in einem neuwertigen Zustand zu dem Schadenszeitpunkt. Dabei ist es irrelevant, ob der ursprüngliche Anschaffungspreis höher oder niedriger war als zum Schadenstag.


Neuwerterstattung

Abhängig von der Versicherungssparte wird bei Verlust oder bei Totalschaden der Neuwert oder der Zeitwert erstattet. Der Neuwert wird beispielsweise bei der Hausrat- oder Gebäudeversicherung erstattet und der Zeitwert bei einer Versicherung für Fahrrad oder Auto. 


O

Obliegenheiten

Bei Obliegenheiten handelt es sich um auferlegte Pflichten, welche dem Versicherungsnehmer durch Gesetze oder Verträge auferlegt wurden. Beispielhaft sind die vorvertragliche Anzeigepflicht oder die Pflicht der Anzeige von einer Gefahrenerhöhung zu nennen. 


Obligation

Obligation ist eine andere Bezeichnung für eine Schuldverschreibung. 


Offene Fonds

Bei offenen Fonds handelt es sich um Fonds, von welchen unbegrenzt Anteile ausgegeben werden. Sie werden in der Regel auch börsentäglich wieder zurück genommen. 


Option

Als eine Option wird das Recht eines Käufers bezeichnet, ein Vertragsangebot zeitlich befristet anzunehmen. Diese Optionen werden an der Terminbörse gehandelt. In dem Angebot werden der Preis und die Menge der angebotenen Ware festgelegt. Man unterscheidet zudem in die Call-Option, welche dazu berechtigt die Ware zu einem bestimmten Preis zu kaufen und die Put-Option, welche dazu berechtigt die Ware zu einem vorher festgelegten Preis zu verkaufen. Wird die Option nicht genutzt, so verfällt diese zur gesetzten Frist. 


Online Banking

Online-Banking ist die Tätigkeit von Bankgeschäften am Computer. Der Vorteil beim Online-Banking ist, dass Bankgeschäfte zu jeder Zeit erledigt werden können. 


Order

Eine Order wird von einem Investor bei einer Bank oder einem Finanzdienstleister getätigt. Es handelt sich dabei um einen Auftrag zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge von Handelsobjekten. Dieser Handel findet am Kassa- oder Terminmarkt statt. 


P

Pari

Der Begriff des pari wird genutzt, wenn der Kurs festverzinslicher Wertpapiere ihrem Nennwert entspricht. Wird eine Anleihe also zu einem pari herausgegeben, so hat sie einen Kurs von 100 Prozent. Von unter pari spricht man, wenn bei der Emission einer Anleihe ein Abschlag, also ein Disagio, auf den Nennwert vorgenommen wird. Von über pari spricht man, wenn ein Aufschlag auf den Nennwert vorgenommen wird. 


Pensionsfonds

Bei Pensionsfonds handelt es sich um Spezialfonds, welche in der Regel für die Mitarbeiter eines Unternehmers durch Pensionsrückstellungen gebildet werden.  


Pensionskasse

Eine Pensionskasse dient dazu für die Arbeitnehmer vorzusorgen. Die Pensionskasse ist ein eigenes Lebensversicherungsunternehmen des Arbeitgebers und eine besondere Art einer betrieblichen Sozialeinrichtung.


Performance-Index

Der Performance-Index gibt Auskunft über die vollständige Wertentwicklung eines Portfolios, beispielhaft ist hier der DAX zu nennen. Es gehen sämtliche Dividendenzahlungen der in diesem Portfolio-Index enthaltenden Unternehmen ein. 


Police

Police ist eine andere Bezeichnung für einen Versicherungsschein.


Portfolio

Bei einem Portfolio handelt es sich um die Zusammensetzung eines Depots. Im Rahmen eines Investmentfonds wird unter einem Portfolio die Gesamtsumme der Vermögenswerte eines Fonds verstanden. 


Prämie

Eine Prämie ist ein zu zahlender Versicherungsbeitrag.


Prämienanpassungsklausel

Die Prämienanpassungsklausel erlaubt es der Versicherungsbranche die Beiträge von laufenden Versicherungspolicen jahresweise dem Schadensverlauf, unabhängig von einer Verbesserung oder Verschlechterung, anzupassen. Die Jahresprämie im Folgejahr verändert sich, wenn der branchendurchschnittliche Schadenaufwand je Versicherungsfall verändert.


Prämienfaktor

Der Prämienfaktor ist im Rahmen der Gebäudeversicherung der Faktor, mit welchem der Beitrag für den sogenannten Wert 1914 auf das heutige Niveau hochgerechnet wird. 


Prämienrückgewähr

Bei einer Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr handelt es sich um einen Versicherungsschutz, welcher mit einem Sparvertrag kombiniert ist. 


Private Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung bietet den Versicherten einen Versicherungsschutz, welcher an die jeweilige Bedarfssituation angepasst ist.

Es können folgende Aufgaben der privaten Krankenversicherung differenziert werden:

Die Versicherung übernimmt den vollen Versicherungsschutz für Personen, die nicht gesetzlich versichert sein müssen und stellt somit die private Krankenvollversicherung dar.

Die private Krankenversicherung übernimmt jedoch auch einen ergänzenden Versicherungsschutz, um eine individuelle Bedürfnisbefriedigung für gesetzlich Versicherte zu bewerkstelligen.

Personengruppen, welche nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig sind, sind  Selbstständige, Beamte, freiberuflich Tätige, Personen mit geringfügiger Beschäftigung, Angestellte und des Weiteren Arbeiter mit einem Arbeitsentgelt oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze.


Progression

Es existiert ein Invaliditätsgrad, welcher in Prozent angegeben wird, der die Entschädigung bei Invalidität im Rahmen der Unfallversicherung staffelt. Die Leistungen werden bei höheren Invaliditätsgraden durch eine progressive Invaliditätsstaffelung überproportional erhöht. 


Prolongation

Bei einer Prolongation handelt es sich um die Verlängerung eines Darlehens oder der Zinsfestschreibungszeit eines Darlehens. 


Q

Quartalsbericht

Der Quartalsbericht ist ein Zwischenbericht von einer Aktiengesellschaft, welche vierteljährlich erstellt wird. 


Quotentarif

Der Quotentarif ist in erster Linie auf die Bedürfnisse der beihilfeberechtigten Personen abgestimmt. Der Tarif sieht im Rahmen der Krankenversicherung eine Selbstbeteiligung in prozentualer Form vor, sodass die versicherten Kosten in Höhe der vereinbarten Quote erstattet werden. 


R

Rabatt

Der Versicherungsschutz kann durch Rabatte günstiger werden, sofern die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Rabatts erfüllt sind. 


Ratenkredit

Bei einem Ratenkredit handelt es sich um ein Darlehen, welches in gleichbleibenden Raten über einen festgelegten Zeitraum hinweg getilgt wird. 


Rating

Ein Rating wird von neutralen Ratingagenturen vorgenommen, welche Staaten, Länder oder Unternehmen auf ihre Bonität hin prüfen und beurteilen. Die höchste Bonitätsstufe spiegelt das AAA Rating wider und die geringste Bonität wird durch die Bonitätsstufe C verdeutlicht. 


Realkredit

Realkredite werden für den Kauf eines Grundstücks, einer Wohnung oder eines Hauses vergeben, wobei ein gewisses Eigenkapital des Kreditnehmers vorhanden sein muss. Den fehlenden Teil der Kaufsumme finanziert dann die Bank. Als Sicherheit für den Kreditgeber dient die gekaufte Immobilie. Eine Rückzahlung über einen langen Zeitraum ist für diese Kredite typisch. 


Rechtschutzversicherung

Rechtsschutzversicherungen decken bestimmte Rechtsgebiete ab und tragen Anwalts-, Gerichts- oder Gutachterkosten in Zivil- und Strafprozessen. Es muss jedoch eine Aussicht auf einen erfolgreichen Ausgang des Rechtsstreites bestehen. 


Regionalklassen

Es wird davon ausgegangen, dass das Leben in Großstädten gefährlicher ist, als das Leben auf dem Land. Auf Grund dessen ist Deutschland im Bereich der Sach- und Autoversicherer in Regionalkassen unterteilt, da somit der unterschiedliche Schadensbedarf berücksichtigt wird. 


Reingewinn/-verlust

Bei einem Reingewinn bzw. einem Reinverlust handelt es sich um den Überschuss der Erträge über die Aufwendungen bzw. der Aufwendungen über die Erträge, welche um die Abschreibungen, Rückstellungen und Rücklagen bereinigt wurden. 


Reisegepäckversicherung

Die Reisegepäckversicherung dient als Ergänzung der Hausratversicherung. Diese bietet nur unzureichenden Schutz im Bereich des Reisegepäcks, sie leistet zwar für den einfachen Diebstahl, weist jedoch enorme Deckungslücken auf. 


Reisekrankenversicherung

Die Reisekrankenversicherung ergänzt die Leistungen, welche die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen im Ausland bieten, da es Länder gibt mit denen die Bundesrepublik kein Sozialabkommen hat und somit kein Versicherungsschutz besteht. 


Rendite

Bei der Rendite handelt es sich um den tatsächlichen Jahresertrag einer Kapitalanlage, welcher in Prozent des jeweils eingesetzten Kapitals ausgedrückt wird. 


Rentabilität

Bei der Rentabilität einer Vermögensanlage handelt es sich um den Ertrag dieser Vermögensanlage. Erträge eines Wertpapiers sind Zinszahlungen, Wertsteigerungen durch Kursveränderungen oder Ausschüttungen wie Dividendenzahlungen. Die Rendite ist für die Vergleichbarkeit der Rentabilität diverser Wertpapiere eine geeignete Kennzahl. 


Rentenfonds

Bei einem Rentenfonds handelt es sich um Fonds, welche ausschließlich in verzinsliche Papiere investiert. 


Rentengarantiezeit

Die Rentengarantiezeit dient der Sicherung der Rentenzahlungen für die vereinbarte Periode, auch bei vorzeitigem Tod des Versicherten. Die Person, welche dann bezugsberechtigt ist, kann zwischen der Option der weiteren Rentenzahlung oder der einmaligen Auszahlung wählen. 


Rentenmarkt

Der Rentenmarkt beschäftigt sich ausschließlich mit dem Handel von festverzinslichen Wertpapieren. 


Rentenversicherung

Bei einer Rentenversicherung handelt es sich um eine vertraglich geregelte Leistung, welche von Beginn an auf Rentenzahlungen ausgerichtet ist. Die Rente kann gelichbleibend, steigend oder fallend ausgezahlt werden. 


Return on Investment

Bei der Kennzahl Return on Investment, kurz ROI, handelt es sich um das prozentuale Verhältnis zwischen dem investierten Kapital und dem Gewinn. 


Rezession

Die Rezession muss im Zusammenhang mit drei weiteren Konjunkturphasen gesehen werden. Bei der Rezession handelt es sich um eine Phase des Abschwungs, welche nach der Aufschwungsphase und der Hochkonjunktur stattfindet und eine Phase des Tiefs, auch Depression genannt, ankündigen kann. Typische Indikatoren für eine Rezession sind der Rückgang der allgemeinen Nachfrage, sinkende Aktienkurse, Rückgang der Produktion und somit eine steigende Arbeitslosigkeit und zudem auch der Ertragsrückgang bei Unternehmen. 


Risiko-Lebensversicherung

Die Risiko-Lebensversicherung dient der Vorsorge für die Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherten. Werden Hypotheken oder Ratenkredite aufgenommen, so wird von dem Kreditgeber oft eine Absicherung verlangt, welche die Risiko-Lebensversicherung darstellen kann. Kapital wird bei dieser Art der Versicherung nicht gebildet. 


Risikoanteil

Der Beitrag, welchen der Versicherte zu zahlen hat, wird nicht komplett für den eigentlichen Schutz und die Schadensregulierung genutzt. Stattdessen wird ein Teil der Prämie dazu benötigt bzw. genutzt Kosten für die Vertragsverwaltung abzudecken, den Unternehmensgewinn zu generieren oder das Deckungskapital zu bilden, zudem wird ein Teil für die kapitalbildenden Verträge verwendet. 


Risikomerkmal

Risikomerkmale sind Anhaltspunkte, welche der Ermittlung des Risikos einer Gefahrtragung dienen. Risikomerkmale sind bei Antragsstellung vom Antragssteller zu erfassen. Es wird in subjektive und objektive Risikomerkmale unterschieden. Erstere beinhalten alle Gefahrenmerkmale, welche in der Person des Versicherungsnehmers oder durch Personen in dessen Umgebung begründet sind und nicht eindeutig erfassbar sind. Letztere beinhalten die Gefahrenmerkmale, welche erkennbar und nachprüfbar sind.


Rückkaufswert

Bei dem Rückkaufswert handelt es sich um den Betrag, welchen der Versicherungsnehmer bei einer vorzeitigen Kündigung einer Lebensversicherung vertraglich zusteht. In der Regel wird ein gewisser Anteil der Summe der Beiträge und der Gewinnbeteiligung von der Versicherung einbehalten, wie beispielsweise Risiko- und Kostenanteile oder ein Stornoabzug. Das Verhältnis von eingezahlten Beiträgen und Auszahlungen wird mit fortgeschrittener Laufzeit immer günstiger. 


Rücknahmegebühr

Es existieren ausländische Fondsanbieter, welche nicht nur beim Kauf von Fondsanteilen, sondern auch beim Verkauf eine Gebühr erheben. 


Rücknahmepreis

Bei dem Rücknahmepreis handelt es sich um den Preis, welchen der Anleger beim Verkauf der Fondanteile generiert. Dieser wird größtenteils börsentäglich berechnet und veröffentlicht. Es existieren Kapitalgesellschaften, welche Rücknahmegebühren erheben. Teilweise sind diese abhängig von dem Zeitraum in dem die Anteile gehalten wurden. 


S

Schutzbrief

Der Schutzbrief bietet Autofahrern zum Beispiel bei Pannen, Unfällen oder auf Reisen im In- und Ausland die jeweils erforderliche Hilfeleistung. 


Selbstbeteiligung

Bei der Selbstbeteiligung, oder auch Abzugsfranchise, muss ein kleiner Teil des Risikos von dem Versicherungsnehmer selbst getragen werden. Durch diese Selbstbeteiligung können Beiträge gespart werden. 


SEPA

Die Abkürzung SEPA steht für Single Euro Payment Area und ist der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum. Es handelt sich dabei um ein Projekt zur Vereinheitlichung von bargeldlosen Zahlungen in Euro, jedoch sind nicht nur die Euro-Staaten bei diesem Projekt involviert. 


Shareholder Value

Bei dem Shareholder Value handelt es sich um den Vermögenswert, welchen ein Anteilseigner einer Aktiengesellschaft besitzt. Dieser Vermögenswert ergibt sich aus dem Kurswert der Aktie multipliziert mit der Gesamtheit der gehaltenen Aktien des Shareholders.


Sofortrente

Ist es dem Versicherungsnehmer möglich die Beiträge für eine Rentenversicherung zu einem einzigen Zeitpunkt zu zahlen, so erhält der den Anspruch auf eine lebenslängliche Sofort-Rente. Die Besonderheit ist, dass bei dieser Form der Kapitalanlage die Rentenzahlung auch nach Aufzehrung des Kapitals weiter erfolgt. Problematisch ist diese Art der Absicherung bei einem frühen Tod des Versicherungsnehmers. Daher ist es möglich eine ergänzende Todesfall-Leistung zu ergänzen, eine Rentengarantiezeit oder eine einmalige Todesfall-Zahlung zu vereinbaren. 


Soziale Marktwirtschaft

Bei der sozialen Marktwirtschaft handelt es sich um eine Variante der marktwirtschaftlichen Ordnung, wobei das System der freien Marktwirtschaft unter Berücksichtigung der sozialen Gerechtigkeit umgesetzt wird. Anders ausgedrückt soll der Staat dann eingreifen, wenn der freie Wettbewerb sozial unerwünschte Folgen nach sich ziehen würde. Der Staat hat also die Aufgabe, dass der Wettbewerb auf dem Markt funktioniert, zudem soll ein soziales Netz aufgebaut werden, welches finanziell schwache Personen unterstützt. Des Weiteren sollen Konjunkturschwankungen vermindert werden. 


Spezialfonds

Spezialfonds sind nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt, daher legen nur institutionelle Anleger in solche Fonds an.


Stakeholder Value

Bei dem Stakeholder Value handelt es sich um den Ertragswert bzw. Nutzen, welchen den diversen Anspruchsgruppen eines Unternehmens aus dessen Tätigkeiten ziehen. Es werden also nicht nur die Interessen der Shareholder, also der Aktionäre, sondern beispielsweise auch die der Zulieferer oder der Mitarbeiter berücksichtigt. 


Sterbetafel

Die Sterbetafel stellt die wichtigste Rechnungsgrundlage der Lebensversicherer dar. Die Sterbetafel betrachtet den durch den Tod verursachten jährlichen Verlust eines Jahrgangs. 


Strafkaution

Die Strafkaution stellt im Rahmen der Rechtsschutzversicherung im Rechtsschutzfall eine Sicherheitsleistung dar, welche durch Hinterlegung eines Geldbetrags erbracht wird. Setzten Strafversicherungsbehörden im In- oder im Ausland eine Strafkaution gegen einen Versicherten fest, um zumindest vorläufig von Strafverfolgungsmaßnehmen abzusehen, so gewährt der Versicherer ein zinsloses Darlehen. Dieses Darlehen wird nur bis zu der vereinbarten Höhe gewährt. 


Stundung

Stundung bedeutet, dass Beiträge für eine Lebensversicherung für einen bestimmten Zeitraum verspätet gezahlt werden können. Für diese Beträge fallen jedoch Zinsen an.


T

Tagesgeldkonto

Bei einem Tagesgeldkonto handelt es sich um ein verzinstes Konto, welches ohne Kündigungsfrist funktioniert. Ein Nachteil für den Kunden kann entstehen, da das jeweilige Kreditinstitut den Zinssatz immer ändern und somit auch nach unten anpassen kann. 


Teilkasko

Im Rahmen der Teilkaskoversicherung von Fahrzeugversicherungen beinhaltet der Versicherungsschutz Brand, Explosion, Entwendung, Raub oder Unterschlagung, aber auch Einwirkungen von Elementarereignissen, Zusammenstoß mit Haarwild, Glasschäden und Schäden durch Kurzschluss.


Thesaurierende Fonds

Thesaurierende Fonds sind Fonds, bei welchen die Erträge nicht ausgeschüttet, sondern im Fonds wiederangelegt werden. 


Tilgung

Bei einer Tilgung handelt es sich um die regelmäßige Rückzahlung eines Darlehens. 


Treuhandskonto

Ein Treuhandkonto ist ein Konto, welches der Kontoinhaber unter eigenem Namen, jedoch für die Rechnung einer anderen Person führt. Dieses Konto steht dem Kontoinhaber also nicht zu. 


Typenklassenverzeichnis

Durch die Zusammenfassung von Fahrzeugtypen in Typklassen ergibt sich ein Typklassenverzeichnis. Der zu entrichtende Beitrag in der Fahrzeugvoll- und Teilversicherung richten sich nach dem Fahrzeugtyp. 


U

Überschussbeteiligung

Überschüsse, welche die Versicherung durch Zinsüberschüsse oder Risikoüberschüsse generiert, werden in der Regel zu 90 Prozent an die Versicherten ausgeschüttet. 


Überschussverrechnung

Im Rahmen der Überschussverrechnung werden die Beiträge eines Vertrags mit den laufenden Überschüssen verrechnet, wodurch die Möglichkeit der Beitragssenkung unter Erhalt des Todesfallschutzes entsteht. 


Überspannung

Überspannungen können, ebenso wie der Blitzschlag, für die Beschädigung oder die Zerstörung von Elektrogeräten verantwortlich sein, da bei der Überspannung indirekt Hochspannung über die Stromkabel transportiert wird. Überspannung ist in der Regel nicht in der Hausrat- oder Gebäudeversicherung inbegriffen.  


Umlaufrendite

Bei der Umlaufrendite handelt es sich um den durchschnittlichen Effektivzins für festverzinsliche Wertpapiere.


Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen wird zur Aktivseite einer Bilanz gezählt. Das Umlaufvermögen ist in der Regel nur kurzfristig im Unternehmen, es handelt sich dabei also um Vermögensgegenstände, welche nicht dazu bestimmt sind, auf Dauer dem Geschäftsbetrieb zu dienen, jedoch keine Rechnungsabgrenzungsposten sind, wie beispielsweise Vorräte und Wertpapiere.


Umsatz

Bei dem Umsatz handelt es sich um die gesamte Menge der verkauften Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens, welche mit dem Verkaufspreis je Stück oder je Leistung multipliziert wird. 


Umsatzrendite

Um die Umsatzrendite zu errechnen wird der Gewinn durch den Umsatz gerechnet und das Ergebnis mit 100 multipliziert. Sie stellt eine Maßzahl für die Profitabilität des Unternehmens dar und wird in Prozent angegeben. 


Unfallversicherung

Bei der Unfallversicherung handelt es sich um eine Privatversicherung, bei welcher die finanziellen Folgen eines Unfalls versichert werden. Zudem kann Tage- oder Krankenhausgeld vereinbart werden. 


Unternehmensanleihe

Das Ziel der Herausgabe von Unternehmensanleihen ist die Beschaffung von Fremdkapital. Unternehmen können diese Finanzquelle nutzen, um hohe Kapitalbeträge zu langen Laufzeiten aufzunehmen. Das geliehene Kapital muss zuzüglich Zinsen zurückgezahlt werden.  


Unterversicherung

Wenn eine Sache mehr wert ist als die versicherte Summe, so handelt es sich um eine Unterversicherung und die Entschädigung wird im Verhältnis Versicherungssumme/Versicherungswert gekürzt.


V

Vandalismus

Bei Vandalismus wird eine versicherte Sache vorsätzlich von einem Dritten zerstört oder beschädigt.


Valoren

Unter Valoren werden im weiteren Sinne alle Wertsachen verstanden. Speziell im Bankensektor handelt es sich jedoch um Wertpapiere, Banknoten, Schecks und Münzgeld. 


Value Fonds

Value Fonds, auch wertorientierte Fonds genannt, sind Fonds, welche in weniger schwankungsanfällige Standardaktien investieren. 


Valuta

Valuta ist zum einen ein Sammelbegriff für fremde Währungen, zum anderen wird unter Valuta jedoch auch das Buchungsdatum der Wertpapiere nach Geschäftsabschluss an der Börse verstanden. 


Venture Capital

Venture Capital wird auch als Wagniskapital bezeichnet, da dieses Kapital jungen Unternehmen mit einem starken Wachstumspotential zur Verfügung gestellt wird, welche sich nicht selbst finanzieren können. 


Verkehrsopferhilfe

Bei dem Fonds Verkehrsopferhilfe handelt es sich um einen Entschädigungsfonds, welcher bei Unfallflucht oder Nichtversicherung des Schadenverursachers dem Geschädigten eine Entschädigung zukommen lässt. 


Vermögensschäden

Ein Vermögensschaden ist ein materieller Schaden, welcher weder aus einem Sach-, noch aus einem Personenschaden hervorgeht. 


Vermögensverwaltung

Bei der Vermögensverwaltung, auch Wertschöpfungsmanagement, handelt es sich um eine zentrale Finanzdienstleistung. Das Augenmerk dieses Geschäftsfeldes liegt auf der Verwaltung essentieller privater und institutioneller Vermögen im In- und Ausland.


Versicherungsbedingungen

Die Versicherungsbedingungen regeln das Vertragsverhältnis zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer.


Versicherungsschein

Der Versicherungsschein, auch Versicherungspolice genannt, ist eine Beweisurkunde über den Versicherungsvertrag. 


Versicherungssteuer

Die zu entrichtenden Versicherungsbeiträge unterliegen der Versicherungssteuer, welche in der Regel 19 Prozent beträgt. Es existieren diverse Mischsteuersätze und weitere Ausnahmen, sodass beispielsweise private Vorsorgen von der Besteuerung ausgenommen sind. Der Versicherungsnehmer ist der Steuerschuldner, wobei die Steuer als Teil des Versicherungsentgeltes gilt und somit mit jeder Beitragsrechnung vom Versicherer an das Finanzamt abgeführt wird. 


Versicherungssumme

Bei der Versicherungssumme handelt es sich um den Betrag, für welchen das Versicherungsunternehmen im Fall eines Schadens maximal aufzukommen hat. 


Versicherungsvereine

Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit müssen die Überschüsse, welche sie generieren konnten an ihre Mitglieder weitergeben, beispielsweise durch eine Gewinnbeteiligung.  


Volatilität

Volatilität beschreibt das Maß der Schwankungen für Wertpapiere, Währungen oder Indizes. Bei einer hohen Volatilität schwankt der Wertpapierkurs stark. 


Vollkasko

Die Vollkaskoversicherung für Fahrzeuge beinhaltete alle Leistungen der Teilkaskoversicherung und zusätzlich böswillige Handlungen betriebsfremder Personen.


Vorauszahlung

Im Rahmen einer Lebensversicherung kann das Versicherungsunternehmen dem Versicherten eine Vorauszahlung auf die Versicherungsleistung gewähren, welche verzinst wird. Der Versicherte hat keine Rechtsansprüche auf solch eine Zahlung. Eine Vorauszahlung kann gegebenenfalls zum Verlust der Steuerbegünstigung auf Lebensversicherungen führen. 


Vorsteuerabzugsberechtigung

Gehört ein Fahrzeug zum Betriebsvermögen eines Selbstständigen oder Gewerbetreibenden, so können diese die Mehrwertsteuer gegenüber dem Finanzamt als Vorsteuer geltend machen. 


Vorzugsaktie

Bei der Vorzugsaktie ist die Besonderheit, dass der Inhaber keine Stimmrechte bei der Hauptversammlung hat. Jedoch existieren im Rahmen von Vorzugsaktien oft Sonderrechte, wie eine höhere Dividendenzahlung.


W

Währungsanleihe

Bei der Währungsanleihe handelt es sich um eine Anleihe, welche in einer anderen als der jeweiligen Landeswährung des Finanzinstitutes herausgegeben wird. 


Währungsreform

Bei einer Währungsreform handelt es sich um eine gesetzliche Neuordnung des Geldwesens eines Landes oder auch der Einführung einer neuen Währung. 


Wagniswegfall

Unter Wagniswegfall versteht man den dauerhaften und vollständigen Wegfall eines Risikos, wodurch dann die Versicherung erlischt. 


Wartezeit

Bei der Wartezeit handelt es sich um den Zeitraum zwischen dem Beginn des Versicherungsvertrags und dem Beginn des tatsächlichen Versicherungsschutzes. 


Wenigfahrer-Rabatt

Ein Wenigfahrer-Rabatt existiert für Fahrer, welche eine unterdurchschnittliche Kilometeranzahl pro Jahr zurücklegen. Die von dem Vertragsnehmer angegebene Jahresfahrleistung muss dieser nachweisen, da sonst Vertragsstrafen anfallen können.


Wertorientierte Fonds

Wertorientierte Fonds, auch Value Fonds genannt, sind Fonds, welche in weniger schwankungsanfällige Standardaktien investieren. 


Wertpapier

Bei einem Wertpapier handelt es sich um in Dokument, welches ein Vermögensrecht, eine Forderung, eine Gewinn- oder Ertragsbeteiligung verbrieft.


Wertpapierbörse

Die Wertpapierbörse stellt einen Markt dar, an welchem Wertpapiere gehandelt werden. Die bedeutsamsten Wertpapierbörsen befinden sich in New York, London und Tokio.


Wirtschaftskrise

Eine Wirtschaftskrise kann sich auf einzelne Wirtschaftsbereiche, die nationale Wirtschaft oder die gesamte Weltwirtschaft auswirken. Es handelt sich dabei um eine lang andauernde Störung der wirtschaftlichen Entwicklung.


X

Y

Z

Zahlungsbilanz

Die Zahlungsbilanz dient der Dokumentation aller wirtschaftlichen Transaktionen zwischen einer Volkswirtschaft und dem Ausland im Rahmen eines bestimmten Zeitraums.


Zeitrente

Die Zeitrente wird für einen bestimmten Zeitraum gezahlt. Es handelt sich bei der Zeitrente um einen Begriff aus der Lebens- und der gesetzlichen Rentenversicherung. 


Zeitwert

Bei dem Zeitwert handelt es sich um den Wert eines Gegenstandes zu einem bestimmten Zeitpunkt.


Zentrale Malus-Datei

Die zentrale Malus-Datei existiert beim Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) und enthält alle stornierten Versicherungsverträge. Somit wird sichergestellt, dass Vorschäden bei einem Versicherungswechsel nicht verschwiegen werden können. Sollte dies doch der Fall sein, so fallen Vertragsstrafen an. 


Zentralruf

Ist das Kfz-Kennzeichen und der Name der Halters bekannt, so kann der Geschädigte unter der Rufnummer 0180/25026 das Versicherungsunternehmen des Schadenverursachers erfragen und so seine Ansprüche durchsetzen. 


Zession

Als eine Zession wird die Abtretung von Forderungen jeglicher Art bezeichnet.


Zinsertragskurve

Zinsertragskurven beschreiben die Rendite von Anleihen in Abhängigkeit von ihrer Endfälligkeit. Als normale Zinsertragskurve wird eine steigende Kurve bezeichnet, als eine inverse Zinsertragskurve wird eine fallende Kurve bezeichnet.


Zinseszins-Effekt

Werden die Ausschüttungen eines Investmentfonds wieder angelegt, so erhöht sich der Anlagebetrag und somit auch der Zinserlös und es ergibt sich ein höherer Wertzuwachs des eingesetzten Kapitals als es bei regelmäßiger Entnahme der Erträge der Fall wäre. 


Zinsniveau

Die Höhe des Zinses für einen Kredit richtet sich nach diversen Faktoren und ist nicht immer auf einem gleichbleibenden Niveau. Die Höhe richtet sich zum einen nach der Wirtschaftslage, zum anderen auch nach diversen Maßnahmen der Bundesbank. Zudem richtet sich das Zinsniveau nach Laufzeit und Risiko, welches der Geldgeber bei der Kreditvergabe eingeht. 


Zwischenfinanzierung

Bei einer Zwischenfinanzierung geht es um eine vorübergehende Finanzierung basierend auf einem kurzfristigen Darlehen, da das benötigte Kapital erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung steht. Die Zwischenfinanzierung wird bei Verfügbarkeit der langfristigen Finanzierung von dieser abgelöst. 

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